Familienrecht

Das Familienrecht ist ein Teilgebiet des Zivilrechts. Es beinhaltet die Rechtsverhältnisse von Personen, die durch Ehe, Lebenspartnerschaft, Familie oder Verwandtschaft miteinander verbunden sind. Außerdem werden im Familienrecht auch die außerhalb der Verwandtschaft bestehenden gesetzlichen Vertretungsfunktionen wie Vormundschaft, Pflegschaft oder eine rechtliche Betreuung geregelt.

Das Familienrecht bearbeitet neben den Vorschriften über das Eingehen von Ehen und Lebenspartnerschaften auch deren Aufhebung bzw. Scheidung.

Die Anzahl der Ehescheidungen steigt seit 1993 - mit Ausnahme des Jahres 1999 - konstant an, obgleich die Anzahl der Eheschließungen im gleichen Zeitraum beständig abgenommen hat. Von den 1991 geschlossenen Ehen waren zehn Jahre später bereits 20% wieder geschieden, weitere werden folgen...

Insgesamt jede dritte Ehe endet heute nicht durch Tod eines der Ehepartner, sondern vor dem Familienrichter. Die Betroffenen mag es vielleicht ein wenig trösten, dass sie mit ihrem Schicksal also nicht allein sind.

Es entsteht aber vor allen Dingen das Bedürfnis oder die Notwendigkeit, sich mit dem weiten Feld des Familienrechts auseinander zu setzen, wichtige Fragestellungen sind dabei:

Was ist vor einer Eheschließung zu bedenken?

Welche Rechte und Pflichten habe ich während einer bestehender Ehe?

Was wird aus den Kindern nach Trennung und Scheidung?  

Wer hat Anspruch auf Unterhalt und wer muss wie viel Unterhalt an wen wie lange?

Was wird aus unserem/meinem Haus, unserer/meiner Wohnung, unserem/meinem Vermögen?

Ehevertrag

In Deutschland scheitern ein Drittel aller Ehen. Am Ende einer Ehe kommt es häufig zu Streitigkeiten zwischen den Ehepartnern über Aufteilung der Güter, Umfang und Bestehen von Unterhalts- und/oder Versorgungsansprüchen. Um derartigen Streitigkeiten im Falle des Scheiterns einer Ehe vorzubeugen, besteht die Möglichkeit in einem Ehevertrag Regelungen zu treffen, die Gütertrennung, Unterhalts- und/oder Versorgungsansprüche für den Scheidungsfall festlegen. Wir beraten Sie gerne bei der Erarbeitung eines Ehevertrages.

Sollten Sie keinen Ehevertrag haben und dennoch über eine Scheidung nachdenken werden Sie die folgenden Themen interessieren:

Scheidung

Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Eine Ehe ist gescheitert, wenn die Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und wenn eine Wiederherstellung der Lebensgemeinschaft nicht zu erwarten ist.

Sie möchten sich scheiden lassen und haben dazu Fragen? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf: 06131-55432-0.

Versorgungsausgleich

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass in einem Scheidungsverfahren derVersorgungsausgleich durch das Gericht geregelt werden muss. Was bedeutet das in Ihrem Fall? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf: 06131-55432-0.

Umgangsrecht und Sorgerecht

Probleme zum Umgangsrecht ergeben sich oft bei der Trennung der Eltern. 
Das Kind hat das Recht, seinen getrennt lebenden Elternteil zu sehen. Das gilt sowohl bei gemeinsamen Sorgerecht wie in dem Fall, dass das Sorgerecht allein einem Elternteil zusteht.

Viele Betroffene wollen wissen, wem das Umgangsrecht zusteht, und in welchem Umfang das Umgangsrecht gilt. Immer wieder wird auch nach konkreten juristischen Möglichkeiten gefragt, wenn das Umgangsrecht verweigert wird.

Unterhalt

Unterhalt  bezeichnet die für den Lebensbedarf eines Menschen erforderlichen Aufwendungen.
Die Bandbreite der einzelnen Beratungsthemen ist groß, seien es Fragen zum nachehelichen Unterhalt, Trennungsunterhalt, Kindesunterhalt, Elternunterhalt, Unterhaltsansprüche, Berechnung, Scheidung, usw.

Zugewinnausgleich

Nach einer Scheidung ist auf Antrag eines der Ehegatten ein Vermögensausgleich durchzuführen, wenn die Ehegatten im Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt haben.

Rechtsanwalt Jörg Karthein berät Sie gerne zu den oben genannten Fragen und Themen:

Rechtsanwalt Jörg Karthein
Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im DAV (Deutscher Anwaltsverein)
Telefon 06131-55432-0
karthein@dieanwaelte-mainz.de

Urteile Familienrecht

07.03.2012

Der durch die Eheschließung bedingte Wegfall eines aus einer früheren Ehe herrührenden Unterhaltsanspruchs ist kein ehebedingter Nachteil i.S.d. § 1578b BGB.

Darum geht es im Urteil des BGH (BGH, Urt. v. 23.11.2011 - XII ZR 47/10, DRsp-Nr. 2011/21786) Die Parteien heirateten 1978, trennten sich 1983 und wurden 1987 rechtskräftig geschieden. 2003 vereinbarten sie einen monatlichen Unterhalt in...

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17.08.2011

BGH: Ausbildungsunterhaltsanspruch gegenüber den Eltern bleibt auch bei späterem Ausbildungsbeginn nach Betreuung des eigenen Kindes bestehen

Der BGH hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob ein volljähriges Kind weiterhin Unterhaltsansprüche gegenüber seinen Eltern auf Ausbildungsunterhalt hat, wenn die Ausbildung oder das Studium infolge einer Schwangerschaft und...

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09.05.2011

BGH: Ehebedingter Nachteil und Krankheitsunterhalt

Im Rahmen des Krankheitsunterhalts nach § 1572 BGB kann sich ein ehebedingter Nachteil aus der Aufgabe der Erwerbstätigkeit wegen Kindererziehung und Haushaltstätigkeit während der Ehe ergeben, wenn deswegen die Voraussetzungen für eine...

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09.05.2011

BGH: Sorgerecht beim Wechsel eines Elternteils ins Ausland

Sorgeerklärungen können formwirksam gemäß § 1626 d BGB auch in Form einer gerichtlich gebilligten Elternvereinbarung erfolgen.

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17.11.2010

BGH: Unterhaltspflicht der Kinder gegenüber ihren Eltern

Der BGH hat über die Voraussetzungen, unter denen der Sozialhilfeträger vom Sohn die Erstattung von Sozialhilfekosten für die im Pflegeheim lebende Mutter verlangen kann, entschieden. Dabei kam der BGH zu folgendem Ergebnis:Auch ein in der...

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